Unser Binnenmarkt lebt vom freien Warenverkehr. In der Praxis verhindern jedoch unterschiedliche Verbrauchsteuersysteme sowie nationale Registrierungs- und Meldepflichten einen wirtschaftlichen Direktvertrieb von Wein in der EU. Gerade für mittelständische Unternehmen sind diese Anforderungen oft unverhältnismäßig und bremsen die Erschließung neuer Märkte.
Ein europäischer One-Stop-Shop für Verbrauchsteuern wäre deshalb ein wichtiger Schritt. Analog zum Mehrwertsteuer-OSS könnten Verbrauchsteuern zentral im Sitzstaat erklärt und abgeführt werden. Das würde Bürokratie abbauen, Kosten senken und den grenzüberschreitenden Online- und Direktvertrieb erleichtern.
Der Verband Deutscher Weinexporteure (VDW) unterstützt diesen Ansatz ausdrücklich. Im »VDW-Exportforum« werden wir das Thema gemeinsam mit unseren Mitgliedern, ausländischen Vertretern des Berufsstandes und der EU-Kommission diskutieren, um praktikable Lösungen für einen wettbewerbsfähigen europäischen Weinmarkt zu entwickeln.
Gerhard Brauer, VDW-Vorsitzender