ddw-Standpunkt von Gerhard Brauer: Binnenmarkt endlich vereinfachen

Unser Binnenmarkt lebt vom freien Warenverkehr. In der Praxis verhindern jedoch unterschiedliche Verbrauch­steuersysteme sowie nationale Registrierungs- und Meldepflichten einen wirtschaftlichen Direktvertrieb von Wein in der EU. Gerade für mittelständi­sche Unternehmen sind diese Anforderungen oft unverhält­nismäßig und bremsen die Erschließung neuer Märkte.

Ein europäischer One-Stop-Shop für Verbrauchsteuern wäre des­halb ein wichtiger Schritt. Analog zum Mehrwertsteuer-OSS könnten Verbrauch­steuern zentral im Sitzstaat erklärt und abgeführt werden. Das würde Bürokra­tie abbauen, Kosten senken und den grenzüberschreitenden On­line- und Direktvertrieb erleich­tern.

Der Verband Deutscher Weinexporteure (VDW) unter­stützt diesen Ansatz ausdrück­lich. Im »VDW-Exportforum« werden wir das Thema gemein­sam mit unseren Mitgliedern, ausländischen Vertretern des Berufsstandes und der EU-Kommission diskutieren, um prakti­kable Lösungen für einen wett­bewerbsfähigen europäischen Weinmarkt zu entwickeln.

Gerhard Brauer, VDW-Vorsitzender

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